Demo Kultur braucht Raum

Demo am 22.2.2020 | Start an der Alten Seilerei

Kultur braucht Raum!

Seit Jahren gibt es zu wenig Räume für Kultur in Bamberg. Es gibt kein Kulturzentrum, Auftrittsorte für Bands sind rar, Proberäume und Bühnen für Darstellende Künste, Ausstellungsmöglichkeiten zeitgenössischer Künste fehlen krass.

In den vergangenen Jahren ist die Situation seit der Schließung des morphclubs, der Alten Seilerei, des House of music und zuletzt des Sound-n-Arts noch schlimmer geworden.

Dabei gibt es in Bamberg eine großartige Szene freier Künstler*innen, DJ-Kollektive, Bands, Theater- und Tanzgruppen sowie Initiativen, die sich für zeitgenössische Kunst einsetzen. Außerdem gibt es Tausende von Leuten, die endlich wieder Kunst und Kultur genießen möchten in der Stadt, in der sie leben.

Wir wollen tanzen, feiern, Ausstellungen und Theater ansehen und uns frei entfalten können. Daher fordern wir die Stadt Bamberg auf, endlich Räume für Kunst und Kultur freizugeben und Kultur so zu unterstützen wie es einer Welterbestadt würdig ist.

Kultur braucht Raum!

Die Demo soll von der Alten Seilerei zum Morphclub über den Maxplatz zum Sound-N-Arts gehen und dann am Kesselhaus enden. Vor Ort werden ein paar kurze Redebeiträge gehalten und während der Demo kann gut getanzt werden.

Wir würden uns freuen, wenn ihr mit dabei seid.

Kultur bringt Leute zusammen und gemeinsam erreichen wir mehr. Die Demo wird organisiert und unterstützt von:
Kontakt – Das Kulturfestival Kunstraum Kesselhaus IG Darstellende Künste Bamberg BBK Oberfranken Machbar WildWuchsTheater KUFA – Kultur für Alle Sound-n-Arts KIBA Bamberg Rausch Kollektiv Asta Bamberg e.V. Hedonistische Internationale Bamberg Bamberger Festivals e.V. Con Bamberg u.v.m.

Diggin‘ Deep

Am 13.2. hat der von den Stadtwerken beauftragte Architekt Herr Sauerzapfe die Pläne vorgestellt für den Kulturhof, Post- und Reithalle auf der Lagarde-Kaserne. Bzw. eher was dort alles erstmal nicht gemacht werden kann, weil es keine (politische) Entscheidung gibt, was genau in welcher Halle von wem gemacht werden darf und welche kulturelle Nutzung auf die Kaserne kommen soll. Leider kennen wir das schon, und sind da mit dem Projekt Machbar ja auch dran hier etwas anzubieten. Denn nicht nur Herr Sauerzapfe wartet da auf Entscheidungen seitens der Stadt Bamberg

Zwei neue Kuriositäten der ganzen Chose aber sind:
– Es soll wohl zwei Tiefgaragen nebeneinander geben. Eine bauen die Stadtwerke Bamberg unter dem Kulturhof. (Deswegen wird gerade immer davon gesprochen, dass frühestens 2023 auf dem Gelände wieder was kulturell passieren kann.) Und eine zweite Tiefgarage baut ein Investor direkt daneben, der ein Gebäude an der Weißenburgstraße gekauft hat. Wow…

– Das allein ist schon ein bisschen seltsam. Allerdings wird es wahrscheinlich passieren, dass, nachdem die Tiefgaragen gebaut wurden, der Hof gleich nochmal aufgebuddelt werden muss. Denn da es ja bisher keine Nutzungskonzepte für Reithalle und Posthalle gibt, werden diese auch erstmal nicht mit Strom und Wasser erschlossen. Und wenn erst nach Fertigstellung der Tiefgarage darüber nachgedacht wird, wie Posthalle und Reithalle genutzt werden, müssen diese danach wieder teuer an die Netze angeschlossen werden. Das ist doch Geldverpulverung und umständlichste Planung vom allerschlimsten.

Am 20.2. halten Renate Schlipf und ich im Bürgerlabor einen Vortrag „Kultur auf der Lagarde? Machbar!“ . Wir freuen uns auf Besuch und hoffen, dass wir bis dahin mit dem Kopfschütteln über die aktuelle Situation aufgehört haben.

#kulturbrauchtraum #doppeltiefgarage #lagarde #bamberg #kultur #machbar

Tag der offenen Tore auf der Lagarde Kaserne

Am 26.10. öffnen sich die Türen beim Tag der offenen Tore Lagarde-Campus . Wir sind mit dabei und zeigen , wie dort kulturelle Nutzung aussehen kann.

Außerdem noch (aus der Veranstaltungsbeschreibung):
Ein lebendiges Stadtviertel mit einer guten Mischung von Wohnen, Dienstleistung und Kultur, verbunden mit einem zukunftsweisenden Energie- und Mobilitätskonzept, in dem die Bewohnerinnen und Bewohner gut leben und arbeiten können – so wird die Zukunft auf dem Lagarde-Campus aussehen.

Einen ersten Eindruck davon können sich die Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tore machen. Um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr führen die Mitarbeiter des Amts für strategische Entwicklung und Konversionsmanagement die Gäste über die ehemals militärisch genutzten Flächen.

Diese werden derzeit entsiegelt und saniert sowie die Funktionsgebäude zurückgebaut. Eine Führung dauert voraussichtlich eine Stunde. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, sich auf einen entsprechend lange Wegstrecke einzustellen und festes Schuhwerk zu tragen. Es handelt sich um eine früher militärisch genutzte Liegenschaft mit Altlastenflächen.

Die Strecke ist nicht barrierefrei.

Eingang über Gate 1 in der Weißenburgstraße.

Kultur braucht Raum

Was wir wollen:
Eine Art „Stadtteilzentrum“, das als Ausgangspunkt für weitere kulturelle Entfaltung dienen kann – ein zentraler (Veranstaltungs-)Ort für Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Proberäume für Bands und Theatergruppen, außerdem Büroräume für Initiativen mit angrenzender Freifläche sowie Straßenzug, von dem aus kulturelle Entwicklung koordiniert wird, entsprechende Instrumentarien: Wächterhausprinzip, Mietbremse, städtische Trägerschaft.

Potentiale der Konversion
Wo sehen wir Potentiale auf dem Konversionsgelände und wie lassen sich diese nutzen?
Was wir uns gesamtkonzeptionell wünschen:
(a) Eine entsprechende Haltung der Stadt gegenüber Kultur – Kulturschaffende nicht als Bittsteller*innen abblocken, sondern als Dialogpartner*innen anerkennen, Eigeninitiative seitens der Stadt, mehr Informationsfluss in Planungen;
(b) Eine sachgerechte Bedarfsanalyse unter Kulturschaffenden;
(c) Keine Monokulturen – weder gesamtstädtisch (nicht entweder Innenstadt oder Konversionsgelände als Veranstaltungsort sondern sowohl als auch) noch auf dem
Konversionsgelände selbst (keine Abschottung und Fixierung des Kulturbetriebs, sondern Integration und Streuung durch intelligente Mischnutzungen und koordinierte
Dezentralisierung); Altstadt-Zentrierung soll aufgebrochen werden;
(d) „Brückenschläge“ fördern – die (psychologische) Distanz von Innenstadt zu Konversionsflächen muss ab sofort durch Förderung von Kultur jenseits der Bahnlinie
überwunden werden!
(e) Öffentlichen Raum mitdenken – Leerstellen für künftige Entfaltung reservieren, vom öffentlichen Raum aus planen, „Dorfplätze“ und autofreier Stadtteil?

Für was stehen wir?

Wir wollen ein Gegengewicht bzw. eine Ergänzung zu der in Bamberg fest etablierten (Hoch-)Kultur anbieten und dabei (nicht-professionelle) Künstler*innen aus der Region fördern, gesellschaftliche Gestaltungspotentiale aufzeigen und fruchtbar machen. Das heißt für uns:

    •    gesellschaftlichen Austausch durch Kultur ohne Barrieren anregen
    •    reflektierte und zukunftsfähige Gemeinschaften herausbilden
    •    nachhaltig Potentiale aufzeigen und bislang ungenutze Räume kulturell beleben

>was mit zukunft< auf der Kaserne?!

Heute tagt um 16 Uhr der Konversionssenat der Stadt Bamberg.

Auszug aus der Vorlage für den Konversionssenat

Einerseits freuen wir uns, dass Kultur und eine Werkstatt für Soziokultur auf die Lagarde-Kaserne kommen sollen, andererseits wundern wir uns, warum das nicht schon vor 5 Jahren möglich war, als wir es zum ersten Mal, und seitdem regelmäßig wieder, vorgeschlagen haben.
Solange bespielen wir nämlich nun schon immer wieder für einige Tage Post- und Turnhalle sowie die Schreinerei auf der Kaserne und zeigen, wie gut Kultur und Soziokultur funktionieren.
Gerne stehen wir und unsere Freund*innen von Machbar als externe Expert*innen der Stadtverwaltung zur Verfügung und machen bestimmt ein günstiges Angebot.
Denn: Kultur braucht Raum!

Und ab Donnerstag um 16 Uhr kann man sich wieder live anschauen, wie solch ein Raum für Kultur aussieht: bei kontakt – Das Kulturfestival 2019 auf der Lagarde-Kaserne.

Ideenwettbewerb

Wie geht’s weiter auf der Lagarde-Kaserne ?
Entwürfe des Wettbewerbs, bei dem wir auch in der Jury gesessen waren und uns für Raum für Kultur und Bäume und öffentliche Grünflächen stark gemacht haben, kann man direkt vor Ort ansehen.

Und vom 23.-26. Mai dieses Jahr, nochmal wie gut alles hätte werden können, wenn wir das Gelände zur dauerhaften Bespielung bekommen hätten…

Ausstellung der Konzepte siehe auch auf der Stadthomepage