Tag der offenen Tore auf der Lagarde Kaserne

Am 26.10. öffnen sich die Türen beim Tag der offenen Tore Lagarde-Campus . Wir sind mit dabei und zeigen , wie dort kulturelle Nutzung aussehen kann.

Außerdem noch (aus der Veranstaltungsbeschreibung):
Ein lebendiges Stadtviertel mit einer guten Mischung von Wohnen, Dienstleistung und Kultur, verbunden mit einem zukunftsweisenden Energie- und Mobilitätskonzept, in dem die Bewohnerinnen und Bewohner gut leben und arbeiten können – so wird die Zukunft auf dem Lagarde-Campus aussehen.

Einen ersten Eindruck davon können sich die Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tore machen. Um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr führen die Mitarbeiter des Amts für strategische Entwicklung und Konversionsmanagement die Gäste über die ehemals militärisch genutzten Flächen.

Diese werden derzeit entsiegelt und saniert sowie die Funktionsgebäude zurückgebaut. Eine Führung dauert voraussichtlich eine Stunde. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, sich auf einen entsprechend lange Wegstrecke einzustellen und festes Schuhwerk zu tragen. Es handelt sich um eine früher militärisch genutzte Liegenschaft mit Altlastenflächen.

Die Strecke ist nicht barrierefrei.

Eingang über Gate 1 in der Weißenburgstraße.

Kultur braucht Raum

Was wir wollen:
Eine Art „Stadtteilzentrum“, das als Ausgangspunkt für weitere kulturelle Entfaltung dienen kann – ein zentraler (Veranstaltungs-)Ort für Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Proberäume für Bands und Theatergruppen, außerdem Büroräume für Initiativen mit angrenzender Freifläche sowie Straßenzug, von dem aus kulturelle Entwicklung koordiniert wird, entsprechende Instrumentarien: Wächterhausprinzip, Mietbremse, städtische Trägerschaft.

Potentiale der Konversion
Wo sehen wir Potentiale auf dem Konversionsgelände und wie lassen sich diese nutzen?
Was wir uns gesamtkonzeptionell wünschen:
(a) Eine entsprechende Haltung der Stadt gegenüber Kultur – Kulturschaffende nicht als Bittsteller*innen abblocken, sondern als Dialogpartner*innen anerkennen, Eigeninitiative seitens der Stadt, mehr Informationsfluss in Planungen;
(b) Eine sachgerechte Bedarfsanalyse unter Kulturschaffenden;
(c) Keine Monokulturen – weder gesamtstädtisch (nicht entweder Innenstadt oder Konversionsgelände als Veranstaltungsort sondern sowohl als auch) noch auf dem
Konversionsgelände selbst (keine Abschottung und Fixierung des Kulturbetriebs, sondern Integration und Streuung durch intelligente Mischnutzungen und koordinierte
Dezentralisierung); Altstadt-Zentrierung soll aufgebrochen werden;
(d) „Brückenschläge“ fördern – die (psychologische) Distanz von Innenstadt zu Konversionsflächen muss ab sofort durch Förderung von Kultur jenseits der Bahnlinie
überwunden werden!
(e) Öffentlichen Raum mitdenken – Leerstellen für künftige Entfaltung reservieren, vom öffentlichen Raum aus planen, „Dorfplätze“ und autofreier Stadtteil?

Für was stehen wir?

Wir wollen ein Gegengewicht bzw. eine Ergänzung zu der in Bamberg fest etablierten (Hoch-)Kultur anbieten und dabei (nicht-professionelle) Künstler*innen aus der Region fördern, gesellschaftliche Gestaltungspotentiale aufzeigen und fruchtbar machen. Das heißt für uns:

    •    gesellschaftlichen Austausch durch Kultur ohne Barrieren anregen
    •    reflektierte und zukunftsfähige Gemeinschaften herausbilden
    •    nachhaltig Potentiale aufzeigen und bislang ungenutze Räume kulturell beleben

>was mit zukunft< auf der Kaserne?!

Heute tagt um 16 Uhr der Konversionssenat der Stadt Bamberg.

Auszug aus der Vorlage für den Konversionssenat

Einerseits freuen wir uns, dass Kultur und eine Werkstatt für Soziokultur auf die Lagarde-Kaserne kommen sollen, andererseits wundern wir uns, warum das nicht schon vor 5 Jahren möglich war, als wir es zum ersten Mal, und seitdem regelmäßig wieder, vorgeschlagen haben.
Solange bespielen wir nämlich nun schon immer wieder für einige Tage Post- und Turnhalle sowie die Schreinerei auf der Kaserne und zeigen, wie gut Kultur und Soziokultur funktionieren.
Gerne stehen wir und unsere Freund*innen von Machbar als externe Expert*innen der Stadtverwaltung zur Verfügung und machen bestimmt ein günstiges Angebot.
Denn: Kultur braucht Raum!

Und ab Donnerstag um 16 Uhr kann man sich wieder live anschauen, wie solch ein Raum für Kultur aussieht: bei kontakt – Das Kulturfestival 2019 auf der Lagarde-Kaserne.

Ideenwettbewerb

Wie geht’s weiter auf der Lagarde-Kaserne ?
Entwürfe des Wettbewerbs, bei dem wir auch in der Jury gesessen waren und uns für Raum für Kultur und Bäume und öffentliche Grünflächen stark gemacht haben, kann man direkt vor Ort ansehen.

Und vom 23.-26. Mai dieses Jahr, nochmal wie gut alles hätte werden können, wenn wir das Gelände zur dauerhaften Bespielung bekommen hätten…

Ausstellung der Konzepte siehe auch auf der Stadthomepage

Das Programm füllt sich!

machbar 2018
11-14.10. und 18-21.10.2018
Lagarde-Kaserne

Das Programm steht zu 98% und es wird wieder sehr großartig werden.

Nach dem Improtheater von Ernst von Leben werden Bands, Diskussionen, Parties, Workshop und Filme folgen.

So funktioniert Kultur auf der Kaserne.

Erster Programmpunkt bestätigt – Ernst von Leben

Donnerstag, 11. Oktober 20:00 – 22:00

Ensemble Ernst von Leben

Elvis Presley wurde mit neun Jahren eingeschult, hatte nie Stullen dabei und lernte im Musikunterricht Flöte. Seinen Schulabschluss machte er mit Summa cum Laude und absolvierte anschließend eine Metzger-Lehre in Texas. Als er einem Stammkunden Wurst auslieferte, trat er in eine Gitarre und nahm diese zur Reparatur mit nach Hause. Bei der Gelegenheit schrieb er aus Versehen den Song „Love me, Mettender“ und wurde von Paul McCartney entdeckt. Seine Karriere begann!

So, ja, genau so! und nicht anders war das. Jedenfalls, aus der Sicht des Ernst von Leben. Das gleichnamige Ensemble kann nämlich aus dem Stegreif jede beliebige Biographie nachspielen. Dazu braucht es nur ein paar Informationen aus dem Publikum und einen Wikipedia-Artikel. Jedem Held seine Biographie, jedem Heros eine Vita: He, Roswitha!